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04.06.2026 (J.Hannig )

Schwerer Stand in Erfurt

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Einmal im Jahr wird die Landeshauptstadt Thüringens zur Judohauptstadt Deutschlands. Die besten Judoka der U16 treffen sich zum Bundessichtungsturnier Messe-Cup, die U13er zur inoffiziellen Deutschen Meisterschaft Ega-Pokal. In diesem Jahr, nach Terminverschiebung, am letzten Maiwochenende in neuer Lokalität, der Riethsporthalle.

 

Zum Messe-Cup kamen über 500 Judoka aus dem In- und Ausland. Aus Sachsen-Anhalt waren neun Judoka am Start und bekamen zu spüren, dass auch dieses Bundessichtungsturnier qualitativ sehr gut besetzt war.

Die souveräne Medaillensammlerin vom SV Halle, Greta Emmerling, musste sich bis 40 kg diesmal mit Bronze zufriedengeben. Nach einem Auftaktsieg wurde sie mit Waza-ari in die Hoffnungsrunde geschickt, wo es drei weitere Siege für Bronze benötigte.

Bei den Jungs trafen sich bis zu 50 Kämpfer in den Gewichtsklassen und machten es den Sachsen-Anhaltinern schwer, überhaupt einen Sieg zu holen. Besonders hervor tat sich hier Yegor Lytvyn vom 1. Dessauer JC bis 55 Kilogramm. Nach einem Freilos und zwei vorzeitigen Siegen ging es auch für ihn mit Waza-ari in die Hoffnungsrunde. Zwei Siege, davon einer mit drei Yuko, brachten ihn in den Kampf um die Medaille, welche ihm leider verwehrt blieb.

In der gleichen Gewichtsklasse konnte Emilio Roschig noch zwei Siege über die Zeit holen, für eine offizielle Platzierung fehlte ein weiterer.

 

Unter den 325 Judoka beim internationalen Ega-Pokal waren lediglich drei Judoka des JC Halle. Ohne Medaille, aber mit zwei Platzierungen traten sie die Heimreise wieder an. 

Alina Marinow (-57 kg) stand nach Freilos und knappem Sieg im Halbfinale, konnte ihre zwei Chancen auf eine Medaille leider nicht nutzen und wurde Fünfte. 

Die gleiche Platzierung mit etwas längerem Weg holte Jakob Schwenke bis 43 Kilogramm. Nach einer Auftaktniederlage in Runde eins verlangte der Weg bis zur Bronzemedaille fünf Siege. Mit immer einem Yuko mehr als seine Gegner konnte er sich vier Siege erkämpfen und stand im Kampf um Platz drei. Hier musste er sich in seinem sechsten Kampf des Tages, seine fünf davor alle über die volle Kampfzeit, vorzeitig geschlagen geben. Für seinen Gegner war es erst Kampf vier, die drei vorher alle vorzeitig beendet.

 

Foto: Torsten Hoffmann